Exegi monumentum aere perennius

  Startseite
  Über...
  Archiv
  Where to find
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Freunde
   
    vomfeuerbach

    - mehr Freunde




  Links
   
   Leas Blog
   Leas Galerie
   D-fect
   Compagnie of St. George
   Nürnberger Aufgebot 1474
   Calla vom Feuerbach
   RHOs Blog
   Asl's Blog
   Weltenbummler Tristan & Jovita
   evilernas Abenteuer
   Karin goes North




  Letztes Feedback
   11.07.16 20:27
    This is wonderful docume
   25.04.17 17:02
    Hallo alle zusammen, vi



gratis Counter by GOWEB

http://myblog.de/raubi

Gratis bloggen bei
myblog.de





DIE Brustplatte

So, ihr Spötter und Ungläubigen dort draussen, ihr alle, die ihr meine Brustplatte für ein Lügenmärchen hieltet, einen modernen Mythos, sowas wie die Spinne in der Yukka-Palme oder der Yeti. Jetzt werdet ihr staunend in Ehrfurcht verstummen. Denn sie ist mein: DIE Brustplatte!

Am Ende hat niemand mehr an meine Worte geglaubt, selbst mich beschlichen langsam Zweifel, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Und nun sitze ich hier und streichle zwischendurch über ihre wundervollen, makellosen Rundungen, weide mich an ihrem sanften Schwung und ergötze mich an ihrem scheinenden Glanz.
Endlich. Denn es ist schon eine Weile her das ich sie bestellt habe. Genauergesagt war es Mai 2005. Rückblickend gar nicht so lange, knapp vier Jahre. Ich finde das eine akzeptable Wartezeit für eine Brustplatte
des Dänischen Meisterschmieds Per. Es gibt schliesslich nicht viele Leute die von sich behaupten können eine Arbeit von einem der besten lebenden Rüstungsschmiede ihr eigen nennen zu können. Ach, ich sehe schon den Sozialneid in den Augen jedes männlichen SpäMi-Reenacters.
 
Die Stationen eines Rüstungsauftrags:
- April 2005: Ich zeige Per ein Foto des Originalharnischs und frage ihn, 
ob er Lust hätte eine Replik davon
anzufertigen. Glücklicherweise ist es
auch eine von Pers
Lieblingsinfanteriebrustplatten und er wollte sie schon
immer mal nachschmieden
(Glück gehabt).
- Mai 2005: Ich treffe mich mit Dr. Senn, Leiter des Ressorts Waffen und Militaria des Landesmuseums Zürich. Dr. Senn klärte mich auf, dass es sich beim Harnisch vermutlich nicht um eine Mailänder, sondern eine Süddeutsche Arbeit handelt. Auszug E-Mail:
„Der Harnischbrust mit der Inventar Nr. KZ 1923 befindet sich momentan in unserer Studiensammlung, wo Sie sie jederzeit anschauen, vermessen und allenfalls auch fotografieren können. Es handelt sich um eine süddeutsche (nicht um eine mailändische) Arbeit aus dem letzten Viertel des 15. Jahrhunderts und dürfte als Beutestück nach dem Schwabenkrieg ins Zürcher
Zeughaus gelangt sein.“

- Dann geschah längere Zeit nichts mehr

- Februar 2008: Per fragt mich aus heiterem Himmel
ob ich noch Interesse an der Brustplatte hätte. Ich war in der Tat zwischenzeitlich schon mal versucht gewesen Ewald Tanzer oder Peter Müller anzufragen.

- Sommer 2008: Ich bekomme in Bern die beinahe fertige Brustplatte zu sehen und beginne zu sabbern. Doch muss ich mich noch ein weiteres Jahr gedulden.

- Juni 2009: Stefan Hansson macht einen Zwischenstopp in Dänemark und bringt mir den Harnisch mit nach Gruyeres. Freude herrscht!

Und bereits kursieren auf Facebook die wildesten Gerüchte. Zum Beispiel das ich seit dem Companie of St. George-Event in Gruyeres nur noch mit angezogener Brustplatte schlafen würde. Das ist natürlich völlig übertrieben und absolut haltlos!

Jetzt aber zu den Bildern:

Unten Links sieht man mich im Landesmuseum Zürich
kurzhaarig, jung und mit dem Originalharnisch. Rechts ich 2009, einige Jahre älter und mit der Replik. Wenn ich es euch nicht verraten hätte, wäret ihr im Ungewissen geblieben was Original und Kopie ist. Ha!
 


Hier ein Stilleben aus Gruyeres: Mein von Tobi bemalter Helm
und der neue Harnisch. Tja, mit Durchschnittsware geb ich mich nicht zufrieden.
 


Und zum Schluss noch zwei Anekdoten:

- Stefan hat mir erzählt, dass es Pers bisher
beste Arbeit sei und dieser den Harnisch nicht hergeben und stattdessen eine weitere
Kopie für mich fertigen wollte.

- Einige Rostflecken auf der Seite stammen von Pers
Katze die in der Nacht vor Gruyeres daran gepinkelt hat
28.6.09 19:31
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


thalat (29.6.09 21:30)
Poah! Das sind Bilder. Du arst mal jung? ne, echt? Aber die Brustplatte ist der Hammer!!!


Tobi (30.6.09 18:12)
Die Rostflecken werden vermutlich noch mehr werden, wenn neidische Reenactoren sie heimlich nachts bepinkeln... )


Wolfgang (13.7.09 12:26)
Naja, das sind ja jetzt nur BILDER.....Du könntest auch Pappe tragen und neben Deinen Helm stellen....ich glaube noch lange nicht an die Echtheit, nur weil es im Internet behauptet wird, da warte ich lieber bis zur Lenzburg (und nehme vorsorglich viel Flüssigkeit zu mir)

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung